Gigaset GS370 (Plus) – Review

Auch dieses mal bekam ich bereits wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung ein Paket mit dem neusten Smartphone aus dem Hause Gigaset zugeschickt. Vielen Dank! Wie es bei dem Deutschen Unternehmen üblich ist, bekommen die Tester die Plus Version, welche beim GS370 299€ kostet. Die kleinere Version ist bereits für 279€ erhältlich. Die Unterschiede liegen hier im Arbeitsspeicher (3 GB vs. 4 GB), internem Speicher (32 GB vs. 64 GB), und der Auflösung der Frontkamera (5 MP vs. 8 MP).

GLIEDERUNG:

1. TECHNISCHE DATEN:

Abmessungen151 mm x 72 mm x 8,2 mm (H x B x T)
Gewicht145 g
Display5,7“ HD+ (1440 x 720 Pixel bei 282,5 PPI),  GFF-IPS-Panel
BetriebssystemAndroid™ 7.0 Nougat (Stock Android)
Speicher4 GB RAM + 64 GB ROM (ca. 57 GB nutzbar, Micro-SD bis zu 128 GB möglich); kleinere Variante: 3GB + 32 GB (ca. 25 GB nutzbar)
ProzessorMTK 6750T Octa-Core (8 Kerne mit 1,5 GHz)
KonnektivitätGPS, Glonass, Bluetooth 4.1, WLAN 802.11 a/b/g/n (2,4GHz und 5GHz), Voice over LTE und Voice over WiFi, NFC nicht vorhanden, Micro-USB-Anschluss
SensorenFingerabdruck, Lage, Näherung, Helligkeit, Benachrichtigungs-LED
Kamera13 MP + 8 MP Dual Hauptkamera (f2.0); 8 MP Frontkamera (bei der kleinen Variante nur 5MP)
Akku3000 mAh
Erhältliche FarbenJet Black, Brilliant Blue (nur für die Plus Version erhältlich)
SimDual Sim (kein Hybrid Slot)
Wasserfestnein
LieferumfangSmartphone, Headset, Micro-UBS Kabel, Netzteil (5V bei 2A), Quickstartguide, Sim-Eject-Tool

2. UNBOXING:

Schon bei der Verpackung bemerkt man, dass man sich bei Gigaset langsam aber sicher der gehobenen Mittelklasse nähert. Während bis jetzt immer vorne das Gerät abgebildet war, ist die Verpackung nun komplett schlicht, und man findet nur ein Orangenes Gigaset Logo. Der Name des Gerätes wurde an einer der kurzen Seiten abgedruckt. Entfernt man den Papp-Deckel, sieht man natürlich zuerst das Smartphone selbst, welches in einer Plastikschale liegt. Hier hätte meine Meinung nach gerne ebenfalls Pappe verwendet werden können. Bei den vorherigen Geräten lag das Zubehör immer ungeordnet darunter, anders jedoch diesmal. durch eine kleine Lasche kann eine weitere Pappabdeckung geöffnet werden, worunter sich durch Trennwende geordnet das In-Ear-Headset, das Micro-USB-Kabel, sowie der “Fast Charging” Netzteil (5V bei 2A) befindet.

3. DESIGN UND VERARBEITUNG:

Um das mal vorwegzunehmen, in Sachen Design hat Gigaset so einiges richtig gemacht. Beginnen wir aber erst mal mit der Front. Beim Review zum GS270 Plus hatte ich etwas bemängelt, dass die Displayränder ein gutes Stück zu dick sind. Mit dem GS370 Plus hat sich das zum Glück zum positiven geändert. Rechts und links ändert sich tatsächlich nicht so unglaublich viel, unten und oben jedoch haben sich die Ränder ca. halbiert, was wirklich cool aussieht. Somit ist auch hier das Display im trendigen 18:9 Format gehalten. Zwar muss leider dadurch wieder auf On-Screen-Tasten gesetzt werden, jedoch ist das verkraftbar, da diese jederzeit verborgen werden können. Oberhalb des Displays sind dann wie immer die Benachrichtigungs-LED, die Frontkamera, der Näherungssensor und die Hörmuschel, welche leider mal wieder leicht Staub sammelt, da sie im Gehäuse versenkt wurde. Natürlich finden wir auch hier wieder 2,5D Glas vor, was wiederum zum hochwertigen Design beiträgt. Die Schutzschicht auf dem Glas kann sich echt sehen lassen, denn jeglicher Dreck lässt sich kinderleicht wegputzen und es ist auch nicht sonderlich Kratzeranfällig.

Auch die Rückseite hat einen großen Wandel durchzogen. Während man beim Vorgänger noch auf eine Kunststoffschale mit “Metalloptik” gesetzt hat, verwendet man dieses mal echtes Aluminium, was das Gerät auf jeden Fall ein ganzes Stück hochwertiger aussehen, sowie anfühlen lässt. Leider lässt sich dieses Alu sehr schlecht reinigen, weshalb ich eine Schutzhülle empfehle. Von hinten hat mich das Gerät leicht an ein OnePlus 5 erinnert, mit der oben-links platzierten Dualkamera, dem daneben liegenden Dual-LED-Blitz, sowie dem matten Schwarz. Leider steht die Kamera ein gutes Stück aus dem Gehäuse heraus, wodurch es etwas wackelt, wenn es auf der Rückseite liegt. Wie bei allen bisherigen Smartphones der GS Reihe, ist auch diesmal wieder der Fingerabdrucksensor mittig, auf einer gut erreichbaren Höhe platziert. Mit jedem neuen Gerät hat es Gigaset tatsächlich geschafft den Sensor ein Stück zu verbessern, und inzwischen ist er in Sachen Zuverlässigkeit und Schnelligkeit wirklich brauchbar. Das erste mal hat Gigaset den Lautsprecher nicht auf der Rückseite platziert, was eine durchaus positive Entwicklung ist.

Der Metallrahmen beherbergt auf der rechten Seite den Powerbutton, sowie Lauter- und Leisertaste. Diese haben eine solide Verarbeitung, wackeln also so gut wie gar nicht. Der Druckpunkt ist nicht sonderlich knackig, er fühlt sich aber auch nicht unbedingt billig an. Auf der anderen Seite haben wir die Schublade für Micro-Sim und -SD. Diese ist für mich ein kleines Highlight, da man hier zusätzlich zu zwei Sim-Karten eine SD-Karte einlegen kann. Also haben wir hier keinen stark einschränkenden Hybridslot.

 

Auf der Unterseite kann man mittig den Micro-USB-Anschluss erkennen. Hier hätte ich mir wirklich USB Type-C gewünscht. Rechts und links davon sitzt je ein Lautsprecher Grill, jedoch kommt nur aus dem rechten wirklich Ton raus. Unter dem anderen dürfte das Mikrofon versteckt sein. Oben findet man lediglich den 3,5mm Klinkenanschluss vor. Leider gibt es hier kein zweites Mikrofon, also ist auch eine Stereosound-Aufnahme nicht möglich.

Der Übergang von Rahmen zu Displayglas scheint gut verarbeitet zu sein, hier ist eigentlich nirgends ein Spalt zum Staub Sammeln zu sehen. Die Plusvariante gibt es außerdem noch in Dunkelblau, wie auch schon beim Vorgänger. Wasserdicht ist das Smartphone leider nicht.

Design und Verarbeitung: 9/10

Pro:

  • Zeitgemäßes Display-Oberflächen-Verhältnis
  • 2,5D Glas
  • gute Display-Schutzschicht
  • Metallgehäuse
  • guter Fingerprintsensor
  • Lautsprecher nicht mehr auf der Rückseite
  • Dual Sim + Micro-SD-Karte möglich
  • gute Verarbeitung

Contra:

  • Kamera steht leicht aus dem Gehäuse
  • kein USB Type-C
  • nur ein Mikrofon
  • nicht wasserdicht

4. HAPTIK:

Anfangs klingt 5,7” Display natürlich enorm viel, jedoch ist das Gerät durch das 18:9 Format und die dünnen Ränder sogar etwas schmaler und nur ganz wenig höher, als der Vorgänger, welcher gerade einmal über ein 5,2” Panel verfügt. Somit ist Einhandbedienung solange möglich, bis man etwas am oberen Displayrand machen will, dann muss man auf jeden Fall umgreifen. Allgemein jedoch liegt das Smartphone, dank der hochwertigen Materialien wirklich gut in der Hand, was zum Teil auch daran liegt, dass es fast einen Millimeter dünner ist, als der Vorgänger. Das einzige was mich leicht stört, ist die relativ geringe Masse, was das Gesamtpaket ein bisschen billig erscheinen lässt. Dies fällt allerdings nur dann besonders auf, wenn man es mit  einem Koloss, wie dem Huawei Mate 10 Pro, vergleicht.

Haptik: 7,5/10

Pro:

  • liegt sehr gut in der Hand
  • fühlt sich hochwertig an
  • dünner Ränder ermöglichen z.T. Einhandbedienung

Contra:

  • Einhandbedienung nur eingeschränkt möglich
  • etwas zu geringe Masse

5. DISPLAY:

Das Display des Vorgängers hat mich im gesamten eigentlich echt überzeugt. Es hatte eine FHD Auflösung, war gut hell und auch die Farbdarstellung war solide. Leider hat Gigaset hier einen deutlichen Rückschritt vorgenommen. Es ist zwar immer noch besser als bei den ersten zwei Geräten, dem GS170 und 160, jedoch ist es für knappe 300€ einfach nicht gut genug. Angefangen bei der Auflösung: HD+, also 1440 x 720 Pixel sind bei einem 5,7” Smartphone einfach nicht angebracht. So fallen einem oft auch im Alltag schon Pixel auf. Dies gilt jedoch nur für Leute mit guten Augen, da beispielsweise mein Vater bereits keine Pixel mehr erkennen konnte. Außerdem hat das Panel einen leichten Gelbstich, was sich vor allem im Weißwert widerspiegelt. Die ohnehin schon mäßige Farbdarstellung wird schon bei einem leichten Winkel unter 90° noch Gelb- bzw. Grünstichiger. Der einzige Punkt über den man sich nicht wirklich beschweren kann, ist die Helligkeit. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung hatte ich selten Probleme Inhalte abzulesen.

Display: 4/10

Pro:

  • gute Helligkeit

Contra:

  • zu geringe Auflösung (für Menschen mit guten Augen)
  • verbesserungswürdige Farbdarstellung
  • mäßige Blickwinkelstabilität

6. PERFORMANCE UND SPEICHER:

Im laufe der Generationen ist die Performance der Gigaset Smartphones immer besser geworden. So ist man beim GS370 (Plus) inzwischen bei einem angenehmen Bedientempo angelangt. Natürlich funktioniert nicht immer alles reibungslos und man findet hier und da kleinere Ruckler, dennoch ist es nichts was außerordentlich stört. Zwar arbeitet im Inneren sowohl in diesem Gerät, als auch im Vorgänger der Mediatek MT6750T Prozessor, jedoch wurde der RAM um einen GB erhöht (2GB/3GB vs. 3GB/4GB). Dies sorgt für ein solides Multitasking und auch aufwendigere Spiele, wie Asphalt 8 laufen flüssig. Ich für meinen Teil hoffe, dass Gigaset im nächsten Jahr endlich auf Qualcomm-Prozessoren setzt, da diese nicht nur leistungsfähiger, sondern auch deutlich energieeffizienter sind.

Trotz der besseren Performance erhält das GS370 Plus mit 42.696 Punkten eine ca. 1000 Punkte niedrigere Bewertung als das 270er. Hier erkennt man mal wieder, dass Zahlen eben nicht alles sind.

Die Plus Variante verfügt über eine Großzügige Menge von 64 GB an internem Speicher (normale Version: 32 GB), welche zur Not auch erweiterbar ist. Dabei geht nicht einmal die Dual-Sim-Fähigkeit verloren.

Performance und Speicher: 8/10

Pro:

  • Angenehmes Bedientempo
  • Multitasking in vollem Umfang möglich
  • aufwendige Spiele laufen flüssig
  • ausreichend Speicherplatz
  • Dual-Sim + Speichererweiterung möglich

Contra: 

  • immer wieder kleinere Ruckler erkennbar
  • Mediatek Prozessor (im Hinblick auf Energieeffizienz)

7. AKKU:

Mit 3000 mAh ist das Gigaset mit einem durchschnittlichen Akku ausgestattet. Über den Tag sollte damit so gut wie jeder Nutzer kommen, egal ob Intensiv-Nutzer oder Wenig-Nutzer. Zweitere sollten dann auch locker zwei Tage schaffen. Benutzt man das Gerät mal gar nicht, schafft es mit angeschaltetem W-LAN und Mobilfunk ca. 4 Tage. Mit einer Display-On-Time von guten 4 Stunden bei voller Helligkeit ist das Smartphone nichts besonderes. Ich bin mir sicher, hier wäre mit einem Qualcomm-Prozessor noch mehr gegangen.

Wie schon letztes mal unterstützt das Smartphone wieder sogenanntes “Fast Charging”, welches das Smartphone mit 5V bei 2A auflädt. Dabei kommen Ladegeschwindigkeiten von 35-40% pro 30 Minuten zustande.

Akku: 7/10

Pro:

  • solide Akkuleistung
  • relativ schnelles Laden

Contra:

  • mit einem Qualcomm-Prozessor wäre eine noch bessere Akkulaufzeit drin gewesen

8. SOFTWARE UND FEATURES:

Wie immer kommt auch das GS370 mit Stock Android in der Version 7.0 Nougat. Ein Update auf 8.0 Oreo ist bereits in Planung und soll in Q2 2018 erscheinen. Warum das noch so lange dauert kann ich leider nicht sagen. Jeder, der Stock Android einmal benutzt hat, will es am liebsten gar nicht mehr weggeben. Die UI ist sehr simple und flach gestaltet und dennoch findet man überall kleine Details wie minimale Animation u.ä., welche mein Android-Herz höher schlagen lassen. Außerdem wurde dieses mal komplett auf Bloatware verzichtet, was wirklich sehr löblich ist. 

Die interessantesten Zusatzfeatures auf dem Gerät findet ihr hier aufgelistet:

  • Ein sehr wichtiges Feature ist natürlich wieder der Fingerabdrucksensor. Im Vergleich zum GS270 ist er wesentlich zuverlässiger und auch nochmal einen Tick schneller. Während jedoch das Entsperrgeräusch schon nach wenigen Millisekunden ertönt, braucht leider das Display ab und zu etwas länger, um zu reagieren. Ist dieses jedoch schon angeschaltet, kann sich der Sensor schon fast mit Huawei Fingerprintsensoren messen. Da er sich auf der Rückseite befindet, ist es durchaus möglich das Gerät entsperrt zu haben, bevor man das Display vor den Augen hat. Neben dem Entsperren hat der Sensor noch andere Features, wie Kamera Öffnen, Anruf annehmen oder Weckruf ausschalten, auf Lager.
  • Zu den sogenannten „Smartfeatures“ gehört die Möglichkeit, definierte Buchstaben auf den ausgeschalteten Display zu zeichnen, um direkt bestimmte Apps zu öffnen. Außerdem kann man mit Wischen von drei Fingern über das Display einen Screenshot aufnehmen.
  • Ein weiteres interessantes Feature stellt „Dura Speed“ dar, was Apps verbietet, im Hintergrund Aktivitäten durchzuführen, um der App im Vordergrund mehr Leistung zu Verfügung zu stellen.

Software und Features: 9,5/10

Pro:

  • Stock Android
  • Upgrade auf Android 8.0 geplant
  • keine Bloatware
  • Zuverlässigkeit/Geschwindigkeit des Fingerprints wurde verbessert

Contra:

  • Keine Innovationen

9. KAMERA:

Zur Kamera fällt mir direkt ein Sprichwort ein: Qualität vor Quantität! Damit meine ich, es wäre definitiv die bessere Wahl gewesen, zuerst einmal die bereits vorhanden zwei Kameras zu optimieren, bevor man eine Dritte einbaut. Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass die Cams (13 MP bzw. 8 MP Hauptkamera und 8 MP Frontkamera) schlecht sind, jedoch sind sie auch bei weitem nicht perfekt und werden von anderen Geräten dieser Preisklasse geschlagen. Anders gesagt, wer sich seine Bilder nur am Smartphone anschauen will, wird sehr zufrieden sein, denn Farbechtheit und Belichtung passen durchaus. Kritisch wird es erst dann, wenn man die Bilder ausdruckt oder auf größeren Bildschirmen ansieht. Dann vermisst man leider viele Details und auch Rauschen fällt dann mehr auf. Apropos Rauschen: dieses tritt natürlich vor allem bei schlechteren Lichtbedingungen auf, jedoch wurde hier tatsächlich ein bisschen etwas verbessert zum Vorgänger. Panorama-Aufnahmen funktionieren ohne Probleme.
Doch was halte ich denn nun von der zweiten Kamera auf der Rückseite? Grundsätzlich ist die Möglichkeit eines weitwinkligeren Bildes sehr gut, jedoch werden beim zweiten Sensor Details noch ungenauer und Bildrauschen tritt wesentlich schneller ein. Somit bringt diese nur bei sehr gutem Licht einen echten Mehrwert.
Außerdem ermöglicht das Dual-Kamera-System einen künstlichen Bokeh-Effekt, welcher jedoch leider so gut wie unbrauchbar ist.

Die 8 MP der Plusvariante reicht auf jeden Fall für Schnappschüsse, mehr ist aber dann auch nicht drin. Bilder verwackeln leicht und teilweise hat die Software Probleme, die Belichtung richtig einzustellen. Zur 5 MP Knipse der normalen Variante kann ich leider nichts sagen.

Im folgenden könnt ihr euch selbst von der Bildqualität überzeugen:

1. Normal

Die Videoqualität ist erstmals in einem Smartphone der GS-Reihe wirklich brauchbar. Full-HD bei 30 FPS und elektrischem Bildstabilisator bringen am Ende ein solides Video zustande, welches man sich gut anschauen kann. Außerdem ist auch eine Zeitlupenfunktion vorhanden, jedoch löst diese nur mit 480p auf, weshalb man nicht sehr viele Details erkennt.

Zur Software bleiben mir noch meine üblichen Worte. Die Kamera-App sieht leider immer noch etwas veraltet aus und es ist auch nicht mehr wirklich zeitgemäß, die Videoqualität mit Begriffen, wie “Hoch” und “Niedrig”, einzustellen. Der Rest der Software (Einstellungsmöglichkeiten bei Fotos) ist brauchbar.

Kamera: 7,5/10

Pro:

  • brauchbare Fotoqualität der Hauptkamera
  • zweite Kamera mit Weitwinkelobjektiv
  • Bildrauschen bei schlechteren Lichtbedingungen wurde verringert
  • gute Videoqualität

Contra:

  • Details könnten noch etwas besser dargestellt werden
  • Frontkamera ist ausbaufähig
  • kein zeitgemäßes Kameradesign

10. SOUND:

Nach vier Generationen hat Gigaset endlich den Lautsprecher von der Rückseite entfernt und ihn stattdessen auf die Unterseite rechts neben dem Micro-USB-Anschluss platziert. Dies sorgt natürlich für eine enorme Soundverbesserung, wenn man das Gerät flach auf einem Tisch liegen hat. Insgesamt hat der Lautsprecher eine durchschnittliche Lautstärke, was aber vielleicht auch besser ist, da so ermöglicht wird, dass nichts großartig übersteuert. So bringt der Mono-Speaker einen Sound hervor, der für 300€ in Ordnung geht. Natürlich kann das bei weitem nicht mit einem HTC U11 oder dem Razer Phone mithalten, aber das ist ja auch eine ganz andere Preisklasse.

Auch die Hörmuschel macht gute Arbeit und ich hatte nie Probleme meinen Gegenüber zu verstehen. Leider unterstützt sie nicht den Hauptspeaker bei der normalen Soundwiedergabe.

Leider verfügt das Smartphone wieder nur über ein Mikrofon, weshalb keine Stereotonaufnahme und keine aktive Geräuschunterdrückung beim Telefonieren möglich ist.

Was dafür sehr wohl Stereo-fähig ist, ist das mitgelieferte Headset, welches natürlich wieder aus In-Ear-Kopfhörern besteht. Diese haben mir beim letzten Gerät schon sehr gut gefallen und dieses mal konnten sie nochmal ein bisschen verbessert werden. Natürlich sind es nur Plastik-Kopfhörer aber trotzdem fühlen sie sich relativ wertig an. der Sound ist sehr basslastig, jedoch noch nicht so stark, dass es stört. Meine 40€ Phillips In-Ears geben zwar einen klareren Sound von sich, aber in Sachen Bass können sie einstecken im Vergleich zum Gigaset-Headset. Die Kontrolleinheit ermöglicht mit dem einen Knopf das Anrufe entgegen nehmen, sowie Play und Pause.

 

Sound: 7,5/10

Pro:

  • Speaker nicht mehr auf der Rückseite
  • Soundqualität geht in Ordnung
  • Gute Qualität der Hörmuschel
  • Sehr gutes mitgeliefertes Headset

Contra:

  • Keine Stereo-Speaker
  • Lautstärke ist ausbaufähig
  • nur ein Mikrofon

11. FAZIT:

Das Gigaset GS370 (Plus) macht einige Sachen richtig, die ich beim Vorgänger bemängelt hatte. Da hätten wir zum einen das Abschaffen die dicken Displayränder, ein Metallgehäuse und die Dual-Sim-Fähigkeit ohne dabei auf die Möglichkeit eine Micro-SD-Karte zu verzichten.
Andererseits wurden in meinen Augen auch einige Dinge verschlimmbessert, wie zum Beispiel die Auflösung des Displays und die Blickwinkelstabilität.
Außerdem fehlen mir einige Dinge, welche auch schon der Vorgänger nicht hatte. Hier sind eine USB Type-C Anschluss, einen Qualcomm-Prozessor und eine moderne Kamerasoftware.

Insgesamt macht auf mich das Smartphone den Eindruck, dass Gigaset sich damit abgefunden hat, nicht an Junge Leute zu verkaufen, wie auch schon die Bezeichnung “Volkssmartphone” für den Vorgänger andeutet. So stört es beispielsweise ältere Menschen nicht, dass hier nur ein HD+ Panel zum Einsatz kommt oder, dass Micro-USB verbaut wird.

Wer also gute Augen hat und einen Allrounder sucht, ist meiner Meinung nach hier leider an der Flaschen Adresse. Hier macht beispielsweise ein Honor 8, Honor 7x oder ein HTC U11 Life, welche allesamt für ähnliche Preise daher kommen eine bessere gesamt-Figur.

Ich hoffe Gigaset schafft nächstes Jahr endlich den Durchbruch, denn gute Ansätze sind auf jeden Fall vorhanden! Mal sehen was nächstes Jahr so kommt, angeteast wurde auf jeden Fall ein USB Type-C Anschluss.

Gesamtbewertung: 7,54/10

Errechnung der Gesamtpunktzahl: [(Design + Haptik + Display + Performance + Software) x 2 + (Akku) + (Kamera) + (Sound)] ÷ 13

Hier kommt ihr direkt zum Shop des Herstellers, falls ein Kauf zustande kommt, bekomme ich trotzdem nichts dafür. Der Link ist lediglich der Einfachheit halber hier:

www.gigaset.com/gigaset-gs370

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