Gigaset GS270 (Plus) – Review

Auch dieses Mal bedanke ich mich wieder, dass Gigaset es mir ermöglicht hat, das neuste Gerät zu testen. Diesmal handelt es sich um das GS270 Plus, welches im Onlineshop von Gigaset für aktuell 229€ erworben werden kann. Alternativ gibt es hier das “normale” GS270 mit weniger RAM und ROM für 199€. Ob der Werbeslogan “Außen Ästhet, innen Kraftprotz.” (Gigaset.com) wirklich zutrifft oder nicht könnt ihr im folgenden Review lesen.

GLIEDERUNG:

1. TECHNISCHE DATEN:

  • Abmessungen: 149,5 mm x 74 mm x 8,95 mm (H x B x T)
  • Gewicht:  ca. 160 g
  • Display: 5,2” Full-HD (1920 x 1080 Pixel bei 423,6 PPI),  Incell-IPS-Panel
  • Betriebssystem: Android™ 7.0 Nougat (Stock Android)
  • Speicher: 3 GB RAM + 32 GB ROM (ca. 25 GB nutzbar, Micro-SD bis zu 128 GB möglich); kleinere Variante: 2GB + 16 GB (ca. 9 GB nutzbar)
  • Prozessor: MTK 6750T Octa-Core (8 Kerne mit 1,5 GHz)
  • GPS, Bluetooth 4.0 (Update auf 4.1 geplant), WLAN 802.11 a/b/g/n (2,4GHz und 5GHz), Voice over LTE und Voice over WiFi, NFC nicht vorhanden
  • Sensoren: Fingerprint, Näherung, Helligkeit, Lage, Benachrichtigungs-LED
  • Kamera: 13 MP Hauptkamera, 5 MP Frontkamera
  • Batterie: 5000 mAh
  • Erhältliche Farben: Grey, Urban Blue (Nur beim Plus Modell)
  • Dual-Sim-fähig (Hybrid-Slot mit SD-Karte)
  • nicht Wasserfest
  • Lieferumfang: Smartphone, Netzteil (5V bei 2A), Micro-USB Kabel, Headset, Sim-Eject-Tool, User-Guide

2. UNBOXING:

Wie immer wird das das Gigaset GS270 (Plus) in der quaderförmigen, orange-weißen Schachtel geliefert. Öffnet man diese liegt ganz oben direkt der Gerät selbst. Direkt darunter ist das metallene Sim-Eject-Tool in die Pappe gesteckt. Nimmt man diese ab, kommt darunter das Zubehör zum Vorschein. Zum einen ist hier das Mikro-USB Ladekabel untergebracht, zum anderen findet man hier auch das sogenannte Schnelllade-Gerät mit 10 Watt. Während beim GS170 und 160 noch ein Adapter von Nano-Sim auf Micro-Sim beigelegt wurde, ist das hier nicht mehr nötig, da das Gerät über Nano-Sim Slots verfügt. Stattdessen gibt es ein In-Ear-Headset dazu, auf welches beim Sound genauer eingegangen wird. Zu guter Letzt liegt noch ein User-Guide in elf verschiedenen Sprachen bei.

3. DESIGN UND VERARBEITUNG:

Beginnen wir wie immer mit der Front. Dort finden wir das 5,2” große IPS-Display. Im Gegensatz zum 50 bzw. 80€ billigeren GS170 wurden hier die Displayränder an den Seiten tatsächlich etwas dünner gestaltet. Fraglich ist jedoch, ob da nicht so etwas mehr gegangen wäre. Oben und unten jedoch wurde an der Breite der Ränder nichts verändert. Dennoch habe ich während der Pressekonferenz einen kleinen Freudensprung gemacht, da der Platz unter dem Display nun endlich sinnvoll genutzt wird. So dienen dieses mal nicht On-Screen-Tasten zur Navigation, sondern unter dem Display wurden drei Softkeys für Zurück, Home und Letzte Apps verbaut. Das gibt einen dicken Pluspunkt! Oben finden wir dann wie immer die 5MP Frontcam, Benachrichtigungs-LED, Näherungssensor, sowie die Hörmuschel. Unverändert bleibt, dass letztere als Staubfänger dient, da der kleine Lautsprecher im Gehäuse versenkt ist. Ein weiteres Mal wird auf 2,5D Glas gesetzt, was die Benutzerfreundlichkeit extrem Verbessert. Leider schließt das Display nicht perfekt mit dem Kunststoffrahmen ab, wodurch sich hier schnell feiner Staub ansammelt. Das Display lässt sich wirklich gut putzen und auch Kratzer habe ich bis jetzt noch keine. Im Gegensatz zum Huawei P8 Lite (2017), welches einen sehr ähnlichen Preis hat, ist die Oberfläche des Displays wirklich sehr angenehm.

Auf der Rückseite entdecken wir eine neue Design-Sprache im Gegensatz zum GS170. Erst einmal ist die Rückseite leider nicht mehr abnehmbar, wodurch auch der Akku nicht ohne weiteres ausgetauscht werden kann. Außerdem wurde das Layout der Kamera geändert. Sie befindet sich nun nicht mehr direkt über dem Fingerabdrucksensor, sondern oben links in der Ecke, wie wir es von – meiner Meinung nach – zu vielen Herstellern bereits gesehen haben. Die Platzierung in der Mitte hat mir da besser gefallen. Das ist aber natürlich eine sehr subjektive Einschätzung. Der Fingerabdrucksensor hingegen ist geblieben wo er war. Gut erreichbar, in der Mitte der oberen Hälfte. Er wurde außerdem auch hinsichtlich der Zuverlässigkeit verbessert. Auch neu sind die hellgrauen Antennenstreifen oben und unten, welche die Empfangsqualität verbessern sollen. Leider ist das Smartphone wieder aus Kunststoff, was man auch merkt, wenn man es in der Hand hält. Es fühlt sich einfach nicht so hochwertig an, wie beispielsweise ein Huawei P8 Lite (2017). Ebenfalls gleich geblieben ist die schlechte Platzierung des Lautsprechers auf der Rückseite. Da dieses mal die Kamera nicht aus dem Gehäuse steht, liegt das Gerät komplett flach auf dem Tisch, was eigentlich positiv zu vermerken ist, jedoch verdeckt das den Lautsprecher, worunter die Soundqualität enorm leidet.

Die Ober- und Unterseite sind wie beim letzten mal mit Micro-USB Anschluss und Mikrofon bzw. mit dem 3,5mm Klinkenanschluss ausgestattet. Leider gibt es wieder nur ein einziges Mikrofon, weshalb Ton nicht Stereo aufgenommen werden kann und auch aktive Geräuschunterdrückung beim Telefonieren nicht klappt.

Auf der rechten Seite finden wir die Lauter-Leiser-Wippe und den Power-Button, welche wirklich gut verarbeitet sind. Durch die leichte, kreisförmige Riffelung erzeugen sie im Licht einen interessanten Effekt, was die Tasten hochwertig erscheinen lässt. Sie haben außerdem einen sehr angenehmen Druckpunkt. Links finden wir erstmals eine Sim-/SD-Karten Schublade, da man den Akkudeckel ja leider nicht abnehmen kann. Deshalb hat es auch leider nur für einen Hybrid-Slot gereicht, der zwischen einer SD-Karte und einer zweiten Sim entscheiden lässt.

Design und Verarbeitung: 7,5/10

Pro:

  • Displayränder sind rechts und links etwas dünner geworden
  • Softkeys unter dem Display / keine Onscreentasten
  • 2,5D Glas
  • Glas lässt sich gut reinigen
  • Fingerabdrucksensor schneller und zuverlässiger als beim GS170
  • Kamera steht so gut wie nicht aus dem Gehäuse
  • Gute Verarbeitung der Hardware-Tasten

Contra:

  • Zwischen Display und Rahmen sammelt sich wegen einer dünnen Spalte Staub
  • In der Hörmuschel sammelt sich ebenfalls Staub
  • Kunststoffgehäuse
  • Akku ist trotzdem nicht auswechselbar
  • schlechte Platzierung des Lautsprechers
  • Da nur ein Mikrofon vorhanden ist, ist Stereo-Sound Aufnahme nicht möglich
  • (Micro-USB)

4. HAPTIK:

Kurz habe ich ja bereits angesprochen, dass ich bei diesem Gerät nicht von einem Handschmeichler reden kann. Zwar sieht die Rückseite ein wenig aus wie Metall, jedoch merkt man, wenn man es in die Hand nimmt schnell, dass es sich um Kunststoff handelt. Das war – meiner Meinung nach – beim GS170 besser umgesetzt. Vom Material abgesehen liegt es recht gut in der Hand, da nirgends schärfere Kanten zu finden sind. Auch die Masse des Geräts ist mit ca. 160 g nicht störend. Die Einhandbedienung ist bei diesem 5,2” Gerät durchaus möglich, wenn man nicht gerade Mini-Hände besitzt.

Haptik: 7/10

Pro:

  • Angenehme Masse (160 g)
  • Dank 2,5D Glas und abgerundeter Rückseite liegt das Gerät gut in der Hand
  • Einhandbedienung möglich

Contra:

  • Hält man das Gerät in den Händen merkt man schnell, dass es sich um ein Kunststoffgehäuse handelt

5. DISPLAY:

Insgesamt kann man sich über das Display wenig beschweren. Bei 5,2” kommt man mit einer Full-HD Auflösung auf über 423 PPI, was eine gestochen scharfe Darstellung jeglicher Inhalte nach sich zieht. Auch dieses mal wurde wieder ein IPS-Panel verbaut, was eine starke Blickwinkelstabilität verspricht. Dies ist auch durchaus der Fall, nur, dass man einen minimalen Grünstich erkennt, wenn man von Unten oder Oben schräg auf das Display blickt. Farben werden generell sehr schön dargestellt, sogar noch etwas besser, als beim GS170. So ist beispielsweise der Weißwert kein bisschen mehr gelbstichig. Da wir hier ja kein OLED-Display haben, ist der Schwarzwert hingegen nicht perfekt, aber trotzdem fällt der leichte Blauton im Alltag so gut wie nicht auf. Auch die Helligkeit ist für 200 bzw. 230€ wirklich in gut. Im direkten Vergleich zum GS170 wurde hier sogar noch etwas nachgebessert. Somit war es für mich auch bei direkter Sonneneinstrahlung kein Problem, Inhalte vom Display abzulesen.

Display 9/10

Pro:

  • (Full-HD Auflösung)
  • gute Blickwinkelstabilität (nicht perfekt! Siehe Contra)
  • Schöne Farbdarstellung
  • gute Helligkeit

Contra:

  • minimaler Grünstich beim Betrachten des Bildschirms von schräg Oben/Unten
  • leicht blaustichiger Schwarzwert

6. PERFORMANCE UND SPEICHER:

Nun sind wir beim ersten Punkt angelangt, bei dem wir herausfinden werden, was man vom zweiten Teil des Werbeslogans “Außen Ästhet, innen Kraftprotz.” halten kann. Mit Kraftprotz verbinde ich einen starken Akku, sowie eine gute Performance. Mit dem Mediatek 6750T Octa-Core Prozessor (8 Kerne mit 1,5 GHz) gehört das Gerät jedoch nicht zu den besten in dieser Preisklasse. Zwar läuft das Gerät im Alltag größtenteils flüssig und normales Surfen oder Social-Media-Abchecken geht in angenehmer Geschwindigkeit ohne große Ruckler, jedoch merkt man schnell, dass die Grenzen des GS270 (Plus) durchaus erreichbar sind. So ist es beispielsweise nur möglich, Asphalt 8 ruckelfrei zu spielen, wenn man zuvor die Grafik etwas heruntergedreht hat. Auch kommt es immer mal wieder vor, dass das Gerät kurze Denkpausen macht, jedoch sind diese eher selten und kurz. Insgesamt kommt die Performance auf keinen Fall an die des Huawei P8 Lite (2017) heran, jedoch ist sie auch nicht schlecht. Das GS270 Plus kommt beim Antutu Benchmark auf einen Wert von 43.690 und hat somit fast 14.000 Punkte mehr erreicht, als das GS170.

 

Mit 3GB RAM ist das Gerät definitiv gut ausgestattet. Multitasking ist in vollem Umfang möglich. Auch die 32GB interner Speicher (ca. 25GB nutzbar) sind ausreichend und können nach Bedarf um bis zu 128GB erweitert werden. Leider ist damit jedoch die Dual-Sim Funktion hinfällig.
Kritisch gesehen werden muss der Interne Speicher bei der kleineren Variante. Mit 16GB, von denen nur etwa 9GB nutzbar sind, ist das normale GS270 etwas schwach auf der Brust. Somit ist eine SD-Karte fast unvermeidbar. Sollte man also auf Dual-Sim angewiesen sein, sollte man auf jeden Fall zur Plus-Version greifen.
Da es sich bei meinem Testgerät um das Plus-Gerät handelt, wird meine Bewertung auch auf den Daten und Werten dieses Gerätes basieren.

Performance und Speicher: 6,5/10

Pro:

  • Gesamtperformance geht in Ordnung
  • Genügend Arbeitsspeicher vorhanden, welcher seine Arbeit gut ausführt
  • Interner Speicher ist ausreichend und kann zur Not erweitert werden

Contra:

  • Performance hat seine Grenzen (kurze Denkpausen, aufwendige Spiele nur auf niedriger Auflösung spielbar)
  • Mit dem Einlegen einer Micro-SD-Karte ist die Dual-Sim-Fähigkeit hinfällig

7. AKKU:

Mit dem fest-verbauten 5000mAh starken Akku will Gigaset beim zweiten Teil des Kraftprotzes punkten. Dies gelingt auch wirklich sehr gut. Bei normaler alltäglicher Nutzung ohne aufwendige Spiele zu spielen und bei einer Bildschirmhelligkeit von durchschnittlich 50% kommt das Gerät auf mindestens 9 Std. On-Screen-Time. Da das Gerät außerdem im Stand-By-Modus pro Stunde ca. 0,1% verbraucht sollte es für Gelegentlichnutzer kein Problem sein, 3 Tage mit einer Akkuladung durchzuhalten. In den Einstellungen kann ein Energiesparmodus aktiviert werden, welcher die Akkulaufzeit noch einmal verbessert. Darunter leidet jedoch die Leistung ein wenig, weshalb ich diesen nur nutze, um Hintergrundaktionen im Stand-By-Modus zu unterbinden.

Außerdem ist positiv zu vermerken, dass das Smartphone trotz des Monster-Akkus dünner ist als das GS170, welches einen nur halb so großen Akku besitzt.

Ein weiteres sehr schönes Feature ist, dass das GS270 als Powerbank verwendet werden kann. Hierzu braucht man jedoch ein spezielles Kabel, oder einen Adapter, welchen man zusätzlich erwerben müsste.

Trotz sogenanntem Schnellladegerät braucht man ca. 4 Std. Zeit bist man von 0 auf 100% geladen hat. Dies ist jedoch nicht sonderlich schlimm, da man nach spätestens 1,5 bis 2 Stunden genug Power hat, um einen kompletten Tag durchzuhalten.

Akku: 9,5/10

Pro:

  • großer Akku (5000mAh), sehr gute Akkulaufzeit
  • Gehäusedicke leidet nicht unter der Größe des Akkus
  • Gerät kann als Powerbank verwendet werden

Contra:

  • (Braucht ca. 4 Std. um vollständig zu laden)

8. SOFTWARE UND FEATURES:

Natürlich hat Gigaset auch dieses mal nichts an der Benutzeroberfläche geändert, sondern das Gerät direkt mit Stock Android in der Version 7.0 Nougat ausgeliefert. Neu ist dieses mal, dass ein Update auf 8.0 Oreo geplant ist. Einige werden sich wundern, dass Bluetooth nur in der Version 4.0 vorhanden ist. Jedoch wurde auch hier angekündigt, bald auf 4.1 zu aktualisieren. Jeder, der Stock Android einmal benutzt hat, will es am liebsten gar nicht mehr weggeben. Die UI ist sehr simple und flach gestaltet und dennoch findet man überall kleine Details wie minimale Animation u.ä., welche mein Android-Herz höher schlagen lassen. Außerdem wurde mit fünf vorinstallierten Apps mal wieder relativ wenig Bloatware installiert. Diese lassen sich auch kinderleicht wieder deinstallieren.

Die interessantesten Zusatzfeatures auf dem Gerät findet ihr hier aufgelistet:

  • Ein sehr wichtiges Feature ist natürlich wieder der Fingerabdrucksensor. Im Vergleich zum GS170 ist er wesentlich zuverlässiger und auch einen Tick schneller. Da er sich auf der Rückseite befindet, ist es durchaus möglich das Gerät entsperrt zu haben, bevor man das Display vor den Augen hat. Neben dem Entsperren hat der Sensor noch andere Features, wie Kamera Öffnen, Anruf annehmen oder Weckruf ausschalten, auf Lager.

  • Zu den sogenannten „Smartfeatures“ gehört die Möglichkeit, definierte Buchstaben auf den ausgeschalteten Display zu zeichnen, um direkt bestimmte Apps zu öffnen. Außerdem kann man mit Wischen von drei Fingern über das Display einen Screenshot aufnehmen.

  • Ein weiteres interessantes Feature stellt „Dura Speed“ dar, was Apps verbietet, im Hintergrund Aktivitäten durchzuführen, um der App im Vordergrund mehr Leistung zu Verfügung zu stellen.

Software und Features: 9,5/10

Pro:

  • Stock Android
  • Upgrade auf Android 8.0 geplant
  • relativ wenig Bloatware (kann auch deinstalliert werden)
  • Zuverlässigkeit des Fingerprints wurde verbessert

Contra:

  • Keine Innovationen

9. KAMERA:

Bei der Pressekonferenz wurde bestätigt, dass es sich bei beiden Kamera-Sensoren, welche mit 13 bzw. 5 MP auflösen, um die gleichen Modelle handelt, wie beim GS170, weshalb ist keine großartigen Überraschungen erwartet habe. Tatsächlich ist es auch so wie erwartet. Bilder, exakt zur gleichen Zeit geschossen wurden, schauen auch ziemlich gleich aus. Das heißt also, dass sich Bilder bei guten Lichtverhältnissen sehen lassen können und etwas über Schnappschuss-Niveau stehen. Bei schlechten Lichtverhältnissen macht sich schnell ein Rauschen breit. Benutzt man den Blitz, kann es schnell passieren, dass das Foto überbelichtet. Auch die Frontcam macht bei gutem Licht brauchbare Fotos, auch wenn diese teilweise etwas zu grelle Farben haben. In der Kamera-App, welche leider immer noch etwas veraltet aussieht, kann man allerlei Einstellungen (z.B. Weißabgleich an Situation anpassen, ISO automatisch oder manuell verändern, Geschwindigkeit der Aufnahme für Serienfotos, etc.) vornehmen. Bei Fotos kann man auch die genaue Auflösung und das Format anpassen, doch leider bleibt es dabei, dass die Videoqualität nur mithilfe von Worten, wie “Niedrig” oder “Hoch”, verändert werden kann. Erstmals kann ein Zeitlupenmodus aktiviert werden, welcher Videos mit viertelter Geschwindigkeit aufnehmen kann. Leider konnte mich die Videoqualität auch dieses mal nicht überzeugen.

Im folgenden könnt ihr euch selbst überzeugen, was ihr von den Fotos haltet:

Kamera: 6,5/10

Pro:

  • Hohe Auflösung
  • Gute Bildqualität bei guten Lichtverhältnissen
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten (außer bei der Auflösung der Videos)
  • Zeitlupen-Videoaufnahme

 

Contra:

  • Wenige Einstellungsmöglichkeiten bei der Videoauflösung
  • Videoqualität eher mäßig
  • Veraltetes Kamera-App Design
  • Sensor kommt mit schlechten Lichtbedingungen nicht sehr gut klar

10. SOUND:

Als ich gesehen habe, dass der Lautsprecher ein drittes mal auf der Rückseite platziert wurde, habe ich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Schon beim GS160 und 170 war das nicht optimal, doch dieses mal ist es noch problematischer. Da ja die Kamera nicht aus dem Gehäuse steht und somit das Gerät auf geraden Flächen komplett flach liegt, wird der Lautsprecher mehr denn je abgedeckt. Somit ist der Sound, wenn das Gerät auf dem Tisch liegt, kurz beschrieben, einfach madig. Dazu kommt noch, dass man den Speaker beim Spielen oder Videos im Querformat sehr oft verdeckt.
Trotzdem muss ich zugeben, dass die Qualität allgemein verbessert wurde. Zwar ist der Sound bei weitem nicht auf HTC oder Sony Flagship Niveau, aber an die des Samsung Galaxy S8 oder LG V30 kommt er locker heran. Bis etwa zur Hälfte ist der Klang gut anzuhören. Darüber wird er etwas blechern, aber das ist in diesem Preissegment (*hust* Samsung, LG *hust*) vollkommen normal.

Die Hörmuschel auf der Front tut was sie tun soll, wodurch Telefonieren durchaus angenehm gestaltet ist. Auch am anderen Ende der Leitung hatte man keine Probleme, mich zu verstehen, auch wenn keine aktive Geräuschunterdrückung stattfinden konnte, da nur ein Micro verbaut wurde.

Die beiliegenden Kopfhörer machen auf den ersten Blick nicht viel her, da sie aus sehr leichtem Kunststoff gefertigt sind. Überrascht wurde ich jedoch, als ich sie das erste mal ausprobiert habe. Sound wird überraschend klar dargestellt und durch die Gummieinsätze liegen sie angenehm im Ohr. Das ist wesentlich besser, als das was man beim Huawei P8 Lite (2017) mitgeliefert bekommt.

Sound: 6,5/10

Pro:

  • Klang des Lautsprechers geht vollkommen in Ordnung
  • gute Sprachqualität der Hörmuschel 
  • guter Klang der mitgelieferten Kopfhörer

Contra:

  • grauenvolle Platzierung des Lautsprechers
  • klingt bei höherer Lautstärke blechern
  • nur ein Mikrofon verbaut


11. FAZIT:

Letztendlich bleibt noch offen, ob ich das Gerät weiter empfehlen kann, oder nicht. Ich würde sagen, das kommt ganz darauf an, auf welche Features man wert legt. Sucht man ein Smartphone mit einem guten Display, einem starken Akku und will trotzdem nicht sehr viel Geld ausgeben, ist man mit dem GS270 (Plus) sehr gut beraten. Sucht man jedoch ein Arbeitstier, mit dem man auch aufwendigere Spiele spielen kann, ist in diesem Preissegment eher ein Huawei P8 Lite (2017) zu empfehlen. Den passenden Test dazu findet ihr hier. Auch in Sachen Kamera ist das GS270 nicht gerade Top. Trotzdem wird es hier jedoch schwierig bei so einem Preis sehr viel bessere Ergebnisse zu finden.
Um den Bogen zum Anfang zu spannen, der Werbeslogan “Außen Ästhet, innen Kraftprotz” ist mit Vorsicht zu genießen. Die Ästhetik ist natürlich immer subjektiv, doch über den Kraftprotz kann man in Sachen Performance streiten. Geht man dabei nur vom Akku aus, ist diese Behauptung durchaus richtig.

Eine weitere wichtige Frage ist die, ob es sich lohnt, die 30€ Aufpreis zu zahlen, um mehr RAM und ROM zu erhalten. Für die Antwort muss auch wieder abgewogen werden. Da der eine GB RAM nicht so einen riesen Unterschied machen dürfte, muss man genauer auf den internen Speicher achten. Will man die Dual-Sim-Funktion nutzen, sollte man auf jeden Fall zum Plus-Gerät greifen, da 9 GB nutzbarer Speicher in den meisten Fällen nicht ausreichen wird. Bei 25 GB schaut es hier bei vielen Nutzern schon anders aus, weshalb der ein oder andere auf eine SD-Karte verzichten kann und stattdessen eine zweite Sim-Karte einlegen könnte.

Gesamtbewertung: 7,8/10

Errechnung der Gesamtpunktzahl: [(Design + Haptik + Display + Performance + Software) x 2 + (Akku) + (Kamera) + (Sound)] ÷ 13

Solltet ihr Interesse an diesem Gerät haben, könnt ihr hier direkt zum Gigaset-Onlineshop gelangen. Ich bekomme dafür nichts:

gigaset.com/gs270

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